Was sagen die Leser?

Eine Idee, deren Zeit gekommen ist. von Holger , 29.05.2016

Wirklich nachhaltige Lebensweisen sind äußerst komplexe Angelegenheiten. Zum Modewort oder auf einzelne Aspekte vereinfacht verliert die Idee der Nachhaltigkeit ihre Wirkung. In der Anpassung und Integration möglichst vieler Aspekte der Nachhaltigkeit in Familie, Schule, Alltag, Wirtschaft, Politik etc. liegen andererseits wichtige Schlüssel zu ökologischen und generationengerechten Lebensweisen. Richard Ulrich gelingt es in seinem Roman Die Vegetarierinnen genau diese Herausforderung vielschichtig aufzuzeigen und zu problematisieren. Er trifft damit durch die Inhalte des Romans, aber auf einer Metaebene auch durch das Genre des Romans selbst, den aktuellen Trend, dass eine Bildung zur nachhaltigen Entwicklung auf ganz unterschiedliche Art und Weise geschehen kann – auch by the way in einer spannenden Beziehungsgeschichte. Sehr lesenswert!

Es kam wie gerufen! von von Clara , 14.02.2016

In diesem Roman setzt sich die Lehrerin Lisa Berner für eine nachhaltige vegetarische Lebensweise ein. Durch ihren Aufenthalt in Brasilien hat sie erfahren, dass Regenwald für Weideflächen und Futtermittelanbau abgeholzt wird, nur um den hohen Fleischkonsum weiter zu steigern. Sie stößt mit ihrem Engagement auf großen Widerstand, findet aber auch viele Anhänger unter ihren Verwandten, Freunden und Bekannten. Zusammen mit ihrer Freundin Sophie – einer Rentnerin ¿ erklärt sie den Zuhörern in Versammlungen, wie viel Energie und Wasser verbraucht wird, wie hoch die Methangas-Emissionen die Umwelt belasten und welches Leid den Tieren in der Massentierhaltung zugefügt wird. Sie zeigt auf, welcher Schaden z. B. durch den Pestizid- und Antibiotikaeinsatz in der Umwelt entsteht. Geringerer Fleischkonsum hat sehr viele gesundheitliche Vorteile, er verhindert aber auch den Existenzverlust der Kleinbauern – nicht nur in Südamerika. Dieser Beziehungsroman ist spannend geschrieben und liefert fundierte Sachinformationen. Er spricht alle an: Von der Jugend bis ins hohe Alter. Die hier aufgezeigten Fakten müssten auch den letzten Skeptiker davon überzeugen, dass es ohne großen Fleischkonsum geht, und dass jeder dazu beitragen kann, den Klimawandel zu stoppen. Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die sich wünschen, dass ihre Kinder und Enkel eine Zukunft in einer intakten Welt haben.

Danke für die vielen positiven Anstöße! von Thea , 20.01.2016

In diesem Roman überzeugt die Protagonistin mit ihrer konsequenten Beherzigung aller ihrer Prinzipien. Sie nimmt erhebliche Nachteile in Kauf, um sich selbst und ihrer Überzeugung treu zu bleiben. Damit gelingt es ihr, die Sympathie des Lesers zu gewinnen und ihn sensibler gegenüber seinem eigenen Lebensstil werden zu lassen. Das Buch regt zum Nachdenken an und ist all jenen zu empfehlen, die sich mitverantwortlich für die Erhaltung der Schöpfung fühlen und die den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte und weithin intakte Umwelt überlassen möchten.

Viel passiert bei den „Vegetarierinnen“ und es geht keineswegs nur ums Essen. Die Liebe spielt ebenfalls eine große Rolle, aber die geht ja auch „durch den Magen“. Der Verlauf der Geschichte nimmt überraschende Wendungen und der verblüffte Leser erkennt: Wie jemand lebt, wirkt sich nicht nur auf die unmittelbare Umgebung aus, sondern auf die ganze Welt.
Im Zentrum des Romans steht Lisa, eine selbstbewusste junge Frau mit viel Herz und Witz. Auf durchaus sympathische Weise versucht sie, weiterzugeben, was sie während ihrer Tätigkeit im brasilianischen Regenwald erfahren und welche Konsequenzen sie daraus gezogen hat. Sie probiert mehrere Wege und findet die unterschiedlichsten Begleiter und Begleiterinnen, trifft aber auch auf heftige Opposition.
Wie können Menschen zu einer Verhaltensänderung bewegt werden? Vor dieser Frage sehen sich viele, die „die Welt retten wollen“. Deshalb sollten auch (Noch-)Nicht-Vegetarier den Roman lesen, denn neben dem Erkenntnisgewinn ist Spannung bis zum Schluss garantiert. Das Buch nötigt seine Leserinnen und Leser nicht, ihre Ernährung umzustellen, aber vielleicht zu lachen und zu weinen.
Echt empfehlenswert! Von Nati T., Hannover am 3. Januar 2016

Als ich das Buch zu Ende gelesen hatte, habe ich mich selbst beglückwünscht! Zu meinem Entschluss vor knapp 2 Jahren, auf Fleisch und Wurst zu verzichten. Dieses Buch bestätigt meine damalige Entscheidung, die maßgeblich von der Sorge um die zukünftigen Lebensbedingungen meiner beiden Kinder (11 und 9 Jahre) beeinflusst war.
In einigen Kapiteln erfährt die Leserin/der Leser von den schlimmen Folgen des globalen Fleischhungers auf Klima (Erwärmung), Umwelt (Wasser) und Gesundheit ( MRSA-Keime in Krankenhäusern). Wie die Hauptfigur des Romans halte ich es für absolut notwendig, bei einer so wichtigen Frage wie der Ernährung, alle wesentlichen Fakten und Zusammenhänge zu kennen. Auf dieser Grundlage kann dann eine Entscheidung getroffen werden, die man auch in 10 Jahren noch für richtig hält.
Dem Autor ist es gelungen, die Fakten über die positiven Auswirkungen einer vegetarischen/veganen Ernährung mit einer spannenden Beziehungsgeschichte zu verknüpfen, in der die junge, tatkräftige Lehrerin Lisa im Mittelpunkt steht. Ihr Lebensstil und ihre Erlebnisse haben mich von der ersten Seite an gefesselt und so kam es schnell zu einer Identifikation mit dieser sympathischen Hauptfigur. Ich war so in diesen locker und witzig geschriebenen Roman vertieft, dass ich ihn an einem Abend ( + der folgenden Nacht) verschlungen habe. Auch wenn ich bei Lisas Partnersuche zunächst einen anderen Bewerber favorisierte, kann ich ihre Wahl nachvollziehen. Sie passt zu Lisa, denn sie bleibt auch hier ihren Grundsätzen treu (mehr möchte ich jetzt nicht verraten).
Ich kann das Buch absolut empfehlen. Es liefert nicht nur angenehme Unterhaltung mit einer packenden Beziehungsgeschichte, die in der Region München in der Gegenwart spielt. Das Buch gibt zudem Menschen, die ernsthaft über fleischlose Ernährung nachdenken, wertvolle Anregungen für ihren kulinarischen Neustart. Aber auch für ‚gestandene’ Vegetarier/Vegetarierinnen ist das Buch ein Gewinn. Sie werden wie ich nach der Lektüre Lust verspüren, sich ausgiebig auf die Schulter zu klopfen. Ich finde, sie können zu Recht darauf stolz sein, dass sie mit ihrer pflanzlichen Ernährung mithelfen, Tierqualen in der Massentierhaltung zu vermeiden und die Entstehung klimaschädlicher Gase sowie gefährlicher MRSA-Keime zu bremsen.

Ein tolles Geschenk von Maria S. , 31.12.2015

Zu Weihnachten habe ich das Buch Die Vegetarierinnen von meinem Freund bekommen. Ich war zunächst etwas erstaunt, denn ich lebe zwar fleischarm, aber nicht vegetarisch. Dennoch hat mir die Lektüre des Buches nicht nur großen Spaß gemacht, sondern auch wichtige Hinweise geliefert. Ich kaufe seitdem bewusster ein und achte auch generell mehr auf den Klimaschutz, nicht nur bei meiner Ernährung. Gleichzeitig ist der Roman auch eine Beziehungsgeschichte, die ich sehr gelungen finde. Man überlegt bis zum Schluss , für wen sich Lisa, die Hauptperson, wohl entscheiden wird. Ein toller Roman. Daher volle fünf Sterne von mir!!

Ein hervorragendes Buch – nicht nur für Vegetarier von Kathrin Sch. aus Gröbenzell am 27.12.2015

Der Roman ‚die Vegetarierinnen‘ ist mir zunächst durch das ansprechende Cover positiv aufgefallen. Er ist jedoch – anders als der Titel vielleicht vermuten lässt – nicht nur Vegetariern zu empfehlen, sondern allen, denen bewusste Ernährung am Herzen liegt. Ich selbst bin keine Vegetarierin, muss aber zugeben, dass ich nach der Lektüre des Buches nun auch versuche etwas weniger Fleisch zu essen. (Neulich waren mein Freund und ich sogar zum ersten Mal in einem vegetarischen Restaurant ;)). Aber nun zum Inhalt: Es geht um eine junge Frau, die durch ihre vegetarische Lebensweise einerseits die Massentierhaltung bekämpfen will, andererseits das Klima schonen möchte. Dabei versteht es der Autor ausgezeichnet, die Informationen über Vegetarismus in eine Liebesgeschichte zu verpacken. Lisa, so heißt die Hauptperson, sucht nämlich ihren Partner fürs Leben. Ich war sehr gespannt, für welchen Partner sich Lisa letztendlich entscheidet. Die Spannung wird bis zum Schluss aufrechterhalten. Daher habe ich das Buch auch in zwei Tagen durchgelesen 🙂 Ein zweiter Spannungsbogen ergibt sich dadurch, dass Lisa ihren Job als Lehrerin durch verschiedene Aktionen riskiert. Zu viel möchte ich jedoch an dieser Stelle nicht verraten. Lest es einfach selbst:) Der Roman ist sowohl für Vegetarier als auch für Fleischesser geeignet! Ein hervorragendes Buch, wie ich finde, das auch noch zum Nachdenken anregt! Klasse! Volle Punktzahl von mir!!!