Ausblick auf das Jahr 2017

Unsere Nachhaltigkeitsinitiative schaut optimistisch ins neue Jahr! Diese Stimmung zeigte sich bei der Jahresversammlung Mitte Dezember im Gasthaus ‚Tutzinger Hof’, an der etwa 40 Mitglieder teilnahmen. Zwar waren die globalen Zahlen, die meine Freundin Sophie, die Sprecherin der Initiative, nannte, nicht gerade ermutigend: Die Weltbevölkerung wächst kontinuierlich weiter und dürfte am Jahresende 2016 ca. 7,4 Milliarden Menschen betragen. Da zudem in mehreren Ländern der Pro-Kopf-Konsum bei Fleisch weiter steigt, erhöht sich auch  – trotz Stagnation des Fleischverbrauchs in Deutschland und einigen anderen Ländern –  der Fleischweltkonsum  2016 deutlich.

 

Vereinbarung der Weltklimakonferenz in Kraft getreten

Sophie konnte auch Positives berichten. So gelang es 2016, die Beschlüsse der Pariser Weltklimakonferenz vom Dezember 2015 in Kraft zu setzen. Inzwischen haben nämlich  mehr als 55 Staaten, die für mindestens 55% der weltweiten Kohlendioxidemissionen verantwortlich sind,  das Abkommen im Parlament ratifiziert, darunter auch die USA, China, Brasilien und Indien. Allerdings sind die vorgesehenen staatlichen Maßnahmen, mit denen die durch Treibhausgase verursachte Erderwärmung deutlich unter 2 Grad gehalten werden soll, nur freiwillige Selbstverpflichtungen. Sie sollen erst 2023 auf ihre Einhaltung überprüft werden.

 

Die Bundestagswahl 2017 als Chance für eine Agrarwende

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Demo am 21.1.17 in Berlin zur Agrarwende

Damit die von den beteiligten Staaten vorgesehenen Maßnahmen zur Senkung der Treibhausgasemissionen keine leeren Versprechungen werden, müssen wir den Politikern Druck machen. Sophies Lebensgefährte Robert sieht dafür in der im Herbst 2017 stattfindenden BT-Wahl eine gute Chance. Er plädiert dafür, die Kandidaten der Parteien mit den ökologischen, wirtschaftlichen und klimatechnischen Nachteilen einer industriellen Landwirtschaft und mit den in der Massentierhaltung bestehenden Tierqualen zu konfrontieren.  Gleichzeitig habe man in den Wahlveranstaltungen die Gelegenheit, die positiven Auswirkungen einer Agrarwende hin zu einer kleinbäuerlich-ökologischen Landwirtschaft herauszustellen. Sabine, die Betriebsärztin, erinnerte an die am 21.1. in Berlin stattfindende Demo WIR  HABEN  AGRARINDUSTRIE  SATT, die exakt diese Agrarwende fordere. Ihren Vorschlag, gemeinsam mit Bus oder Bahn zur Demo nach Berlin zu fahren, fanden mehrere Mitglieder interessant.

Sarah Wiesenhuber, Pädagogikstudentin und älteste Tochter von Sebastian, kam noch auf die EU-Handelspolitik mit afrikanischen Ländern zu sprechen, die durch ihre egoistische Forderung, die afrikanischen Einfuhrzölle zu senken, zu einer Überschwemmung der afrikanischen Märkte mit billigen EU-Waren geführt habe. Folge: Die afrikanischen Bauern waren nicht mehr wettbe-werbsfähig und verloren ihre Existenzgrundlage. Daher ist klar: Wer es bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise mit der von Politikern aller Parteien geforderten ‚Ursachenbekämpfung’ ernst meint, muss für ein Ende dieser unsinnigen EU-Handelspolitik eintreten. Das gilt auch für Bundeskanzlerin Merkel.

So, das war’s für 2016, im Januar melde ich mich wieder. Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins Jahr 2017 und in demselben Gesundheit, Zufriedenheit, Glück, Gelassenheit, Mut und Geduld sowie ganz viel Freude bei interessanten Begegnungen mit nachhaltig und solidarisch handelnden Mit-Menschen.

Herzliche Grüße

Lisa Berner

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